Neuer Hof für zweite Grundschule
Kommendes Frühjahr soll die 2. Grundschule einen neuen Schulhof bekommen. Die Planungen sehen ein breites Spielband entlang des Zauns zur benachbarten Sportanlage vor. Neue Spielgeräte sind ebenfalls in der Diskussion. Foto: Ingvil Schirling

Bei ganz viel Lob und Wertschätzung war dies der Hauptkritikpunkt im jüngsten Bauausschuss am Donnerstag. Astrid Subatzus vom Planungsbüro Subatzus und Bringmann stellte die ausgereiften Entwürfe vor. Sie sollen nun in den Fraktionen beraten werden, ehe es zur abschließenden Entscheidung kommt.

Dort könnte auch der Sand eine Rolle spielen, für den sich neben Gabriele Kutzscher vom Hort der Spreewald-Kita auch Direktorin Anke Pommerening und Harry Schütze von der Elternvertretung stark machten. Auch am Freitagvormittag baute ein Junge eine Sandburg. Andere Schüler waren mit Schippchen und Eimer unterwegs. "Wasser und Sand – das ist für Kinder einfach magisch", sagt Gabriele Kutzscher. Doch die Fachleute vom Lübbener Bauamt sahen in dem geplanten Sandkasten noch am ehesten Sparpotenzial, um sich Anderes leisten zu können – Spielgeräte beispielsweise. Zudem besteht die Sorge, dass der Sand die Schule verschmutzt und das Kunststoff-Fallschutzband beschädigt. Schließlich müsste er regelmäßig erneuert werden – ein Kostenfaktor. Anke Pommerening hofft dennoch, dass im Rahmen der weiteren Diskussionen "noch geprüft wird, ob es möglich ist, einen Sandkasten wieder zu errichten".

Grundsätzlich aber, sagt sie, seien sehr viele Vorschläge und Wünsche der Kinder berücksichtig worden. Dass diese schon seit Herbst intensiv einbezogen waren, stieß auch bei den Abgeordneten auf Begeisterung. Der Entwurf von Subatzus und Bringmann, deren Internet-Präsentation sie als Spezialisten für Kinderspielplätze und Außenanlagen ausweist, ist harmonisch, passt gut zur modernen Schule und in die Spreewaldlandschaft.

Ihre Kernidee ist, entlang des Zaunes zum benachbarten Sportpark ein Spielband auf blauem Kunststoff einzurichten. Der moderne Boden dient gleichzeitig als Fallschutz für die Kinder. Mit der blauen Farbe soll das Band ein Symbol für die Spreewaldfließe und gleichzeitig verbindendes Element für die Spielgeräte sein. Astrid Subatzus präsentierte neben einer Vogelnestschaukel, Trampolinen und dem schon vorhandenen Drehspielgerät, das eingegliedert werden soll, mehrere Varianten von Seilspielgeräten und Burgen. Aus Kindersicht, so Anke Pommerening, wäre eine Kletterburg am beliebtesten – auch wenn ein Seilspielgerät ähnlich dem an der Schlossinsel von mehr Kindern genutzt werden könnte und wartungsärmer ist.

Zum Thema:
Die Gesamtkosten für die neuen Außenanlagen an der 2. Grundschule belaufen sich auf geschätzte 226 000 Euro. Inbegriffen ist die Gestaltung einer Vier-Jahreszeiten-Hecke an der Seite des Einkaufsmarktes, Fahrradständer und Müllplatz.Im Bauausschuss bestand Einigkeit darüber, dass die Pläne zunächst in den Fraktionen weiter diskutiert werden. Voraussichtlich im Mai soll darüber abgestimmt werden. Gebaut würde dann ein erster Teil noch im Sommer (unter anderem die Fahrradständer). Das blaue Spielband und die Geräte könnten im Frühjahr 2015 installiert werden.