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Spiel- und Erlebnismeile - Marktplatz wurde Erlebnismeile

Spiel- und Erlebnismeile
Marktplatz wurde Erlebnismeile

 Mal durchschnaufen von den zahlreichen Angeboten auf dem Lübbener Marktplatz. Während des Puppentheaters war Gelegenheit dafür. Das Kinderspektakel am Samstag war ein voller Erfolg.
Mal durchschnaufen von den zahlreichen Angeboten auf dem Lübbener Marktplatz. Während des Puppentheaters war Gelegenheit dafür. Das Kinderspektakel am Samstag war ein voller Erfolg.FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Junge Besucher fanden in Lübben ein Riesenangebot vor. Von Andreas Staindl

Kinder stehen in Lübben im Mittelpunkt. Zumindest für einen Tag. Das Kinderspektakel am Samstag war der erhoffte Erfolg. Die Zahl der Besucher ist noch einmal gestiegen. Zum dritten Mal hatte die Stadtverwaltung zum Kinderspektakel auf dem Lübbener Marktplatz eingeladen. Ein Fest für die Kinder – diese Idee kommt offensichtlich an.

Viele Mädchen und Jungen warteten schon, dass es endlich losgeht, wie Christina Hentschel erzählt: „Die Kinder waren aufgeregt und gespannt, was sie alles erwartet.“ Lübbens Marktmeisterin zog die organisatorischen Fäden, unterstützt von weiteren Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Sie konnte auch diesmal zahlreiche Vereine, Organisationen und Kindereinrichtungen für eine Teilnahme begeistern. „Je mehr mitmachen, umso attraktiver wird das Kinderspektakel“, sagt Christina Hentschel. „Mein Anspruch ist es, immer wieder mit neuen Angeboten zu überraschen.“ Deshalb bedauert sie es, dass nicht jeder Akteur, der zugesagt hatte, auch tatsächlich vor Ort war: „Schade, auf dem Marktplatz war noch reichlich Platz.“

Doch auch so gab es Spannendes zu entdecken, auszuprobieren und zu nutzen. Schauen, amüsieren, mitmachen, ein paar schöne Stunden genießen. Dieses Konzept kam auch diesmal an. Es gab so viele interessante Angebote, dass so manches Kind fast überfordert war. Erst auf die Hüpfburg, eine Runde mit dem Kinder-Trike drehen oder doch lieber dem Kindertheater zuschauen? „Ich bin dann mal weg.“

Als ein Junge seiner Mutter diesen Satz zurief, flitzte er schon über den Marktplatz. Er hatte entdeckt, dass Wasserfontänen aus den Steinplatten in Nachbarschaft des symbolischen Kahns am Rande des Marktplatzes emporschossen. Zahlreiche Mädchen und Jungen nutzten schon dieses Spektakel, um sich abzukühlen. Und einfach durch die Fontäne durchlaufen – eine Mutprobe, die vor allem für Jungen ihren Reiz hat. Kinder glücklich zu machen, kann manchmal so einfach sein.

Doch es gab noch mehr zu entdecken. Etwa den Stand der Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald mit Hüpfburg, Glücksrad und Kinder-Trike. Der Nachwuchs liegt den Vereinsmitgliedern am Herzen. Über kindgerechte Angebote kommt man leicht ins Gespräch. Dieses Ziel hat auch der Migrationsfachdienst der Diakonie in Lübben. „Wir wollen mit Besuchern über ein funktionierendes Miteinander reden, idealerweise weitere haupt- und ehrenamtliche Akteure vor Ort vernetzen und Informationen austauschen“, sagt die Leiterin Birgit Kaselow. Ihr zufolge ist inzwischen das Netzwerk „Miteinander für Lübben“ entstanden.

Kamilla Sommerfeld, die sich im Migrationsfachdienst engagiert, machte mit interessanten Spielen am Samstag auf das Netzwerk aufmerksam und begeisterte damit auch schon den Nachwuchs. In der Nachbarschaft wurden Kopfbedeckungen und Masken aus Pappmache´ gefertigt. Der Künstler Horst König aus Königs Wusterhausen hatte Mädchen und Jungen dazu eingeladen. „Es sind schöne Arbeiten entstanden“, sagt er. „Der Nachwuchs hat die Idee kreativ umgesetzt.“ Sein Angebot war der letzte Workshop der Kunstaktion „Drastwa“, die während der vergangenen Wochen eindrucksvoll auf das Deutsche Trachtenfest in Lübben aufmerksam gemacht hatte.

Am Samstag machten Vereine der Stadt auf sich aufmerksam. Die Cheerleader des HC Spreewald waren zum ersten Mal während des Kinderspektakels dabei. Sie hatten einen kleinen Flohmarkt, kulinarische Angebote und anderes in ihren großen Stand integriert. „Wir präsentieren uns gern hier“, sagt die Trainerin Nicole Placzko, „schließlich suchen wir Verstärkung für unsere Gruppen“. Der eine oder andere junge Besucher reihte sich dann auch während einer kleinen Vorführung mit ein und ließ sich zum Mitmachen animieren.

Auch der Judoverein „Kuzushi“ und die Kreismusikschule Dahme-Spreewald etwa gaben Einblick, was man bei ihnen erlernen kann. Da wurde getrommelt und getanzt, wurden spektakuläre Fallübungen auf der Matte ausgeführt. Kunstradsportler aus Märkisch Buchholz haben ebenfalls auf ihren Sport aufmerksam und vielleicht den einen oder anderen Knirps neugierig gemacht. Schulen und Kitas waren mit Bastelangeboten vor Ort. Die Korbmacherin Ines Hahn lud zum Handwerken ein – ein Angebot das gern genutzt wurde.

Für die Kaffeerösterei „Piamo“ gab es ebenfalls etwas zu feiern – nämlich ihren dritten Geburtstag. „Einen Teil der Einnahmen spenden wir der Kita „Gute Laue“, sagt Nicole Meyl. Und wer von den zahlreichen spannenden Angeboten mal durchschnaufen wollte, der sah dem Puppentheater zu oder ließ sich kulinarisch verwöhnen. Auch abseits des Marktplatzes gab es Spannendes zu entdecken. Die Freiwillige Feuerwehr Lübben-Stadt hatte ihre Tore, zudem das Feuerwehrmuseum für Besucher geöffnet.

 
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