Statt einer Ampel gibt es seit der Erneuerung der B 87 in Lübben auf dem Houwald-Damm zwei Querungsinseln – eine am Schloss und die andere nahe der Schlossinsel. Letztere werde von den Fußgängern, die vom Parkplatz zur Schlossinsel wollen gar nicht genutzt, stellt ein RUNDSCHAU-Leser am Telefon fest. Auch Stadtverordneter Frank Selbitz (Pro Lübben) hat diese Beobachtung bereits gemacht und die Stadt gebeten, die Fußgänger zur sicheren Querung der Bundesstraße zu leiten.

Parkplatzlage musste berücksichtigt werden

Stadtsprecherin Dörthe Ziemer teilt auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit, dass die Stadt „keine Veranlassung zu einer weiterführenden Planung“ habe. Laut Straßenverkehrsordnung seien Fußgänger nicht verpflichtet Querungshilfen zu benutzen, so Ziemer. Vielmehr empfhiehlt die StVO Fußgänger sollen den kürzesten Weg wählen, um eine Straße zu überqueren. Es sei die Stadt Lübben gewesen, die sich für die Insel nahe am touristischen Zentrum eingesetzt habe, um den Besuchern eine sichere Querung der Bundesstraße zu ermöglichen, so Ziemer. Weiterhin verweist sie darauf, dass in der Planungsphase verschiedene Behörden eingebunden waren sowie Position und Größe der Querungshilfe abgestimmt wurden. Die Positionierung – weg von der Parkplatzeinfahrt – war nötig, damit auf den Parkplatz aus beiden Richtungen eingebogen werden kann.

Schließlich sprechen auch städtebauliche Aspekte für die Lage der Insel zwischen Parkplatz und Spreebrücke. In diesem Bereich endet der von der Judengasse kommende Weg zur Schlossinsel. Der Weg über den Parkplatz sei nicht einbezogen worden, weil auf diesem Privatgrundstück einst Gebäude standen.