Einstimmig haben sich die Lübbener Stadtverordneten am Donnerstag gegen einen Verkauf des Waldes in kommunalem Eigentum ausgesprochen. Es gab auch keine Diskussion dazu.

Hintergrund ist, dass der Landesforstbetrieb den Vertrag mit der Stadt über die Bewirtschaftung gekündigt hat. Das hatte im Finanzausschuss im Oktober für Aufsehen gesorgt. Lübben besitzt 781 Hektar Wald. Der Landesforstbetrieb hatte sich bisher über einen Bewirtschaftungsvertrag um ihn gekümmert. Die Holzernte hatte in Gegenrechnung mit den Ausgaben für ein jährliches Betriebsergebnis in Höhe von rund 100 000 Euro gesorgt.

Doch wie soll die Stadt die Bewirtschaftung des Waldes künftig sicherstellen? Neben drei Varianten kam in der ersten Diskussion auch ein Verkauf ins Spiel.

Zwar war der Finanzausschuss im November schon grundsätzlich dafür, den Stadtwald zu behalten. Doch ehe die Varianten weiter diskutiert wurde, sollten die Stadtverordneten einen Grundsatzbeschluss über den Verkauf fassen.

Dieser hätte laut Schätzung der Verwaltung etwa 6,2 Millionen Euro in die Kasse gespült. Wie der Stadtwald künftig bewirtschaftet wird, soll nun in den Fachausschüssen näher diskutiert werden.