Für die Erweiterung des Verbrauchermarkts an der Lübbener Postbautenstraße ist der nächste Schritt getan. Mit einer Gegenstimme und vier Enthaltungen haben die Lübbener Stadtverordneten den Abwägungen der Einwände im Rahmen der Neuaufstellung des Bebauungsplans zugestimmt. Damit ist das Verfahren zwar noch nicht abgeschlossen. Der Beschluss ermöglicht es aber den Marktbetreibern, einen Bebauungsplan einzureichen.

Ihr Ziel ist es, die gesamte Verkaufsfläche auf insgesamt 5800 Quadratmeter zu erhöhen und damit von jetzt 2610 Quadratmetern mehr als zu verdoppeln.

Einwände von der Konkurrenz

Der Abstimmung waren umfangreiche Vorbereitungen und eine Reihe von Schritten mit Öffentlichkeitsbeteiligung in den vergangenen zwei Jahren vorausgegangen. Aus den Einwendungen geht hervor, dass zu den Hauptkritikern ein Supermarktbetreiber gehört. Man verstehe nicht, warum die „von uns angestrebte Neuaufstellung an unserem Standort an der Frankfurter Straße mit moderater Erweiterung“ mehrfach abgelehnt wurde, heißt es darin. Die Rede ist also von Rewe, und vor diesem Hintergrund empfahl Stadtverordneter Wolfram Beck (Pro Lübben) vor der Abstimmung: „Wir sollten vielleicht nochmal drüber nachdenken und mit Rewe sprechen.“ Daneben gebe es eine leerstehende Immobilie (den ehemaligen Getränkemarkt). Beck befürchtet demnach, dass der „große Player“ Rewe gegen die Marktkauf-Pläne juristisch vorgehen und das Verfahren damit in die Länge ziehen wird.

Anregung zum Entgegenkommen

Er rege daher an, Rewe entgegenzukommen. Das sei „erwägenswert“, sagte dazu Jens Richter (CDU). Er habe aber Zweifel, ob die resultierende weitere Aufstellung eines Bebauungsplans leistbar sei. Formal abgeschlossen wird das Verfahren mit dem Satzungsbeschluss, der für Januar vorgesehen ist.