Die freie Tankstelle am Lübbener Ortsausgang in Richtung Straupitz sorgt für Fragen. Nachdem der Lübbener Stadtverordnete Paul Bruse (Die Stadtfraktion) Befürchtungen zu einer möglichen Schadstoffbelastung bereits in der Lübbener Stadtpolitik zum Ausdruck gebracht hatte, legt nun Frank Selbitz im Kreistag Dahme-Spreewald nach. Er ist sowohl Stadtverordneter (Pro Lübben) als auch Kreistagsabgeordneter (UBL) und hat eine formelle Anfrage an Landrat Stephan Loge (SPD) gestellt, die dieser im Vorfeld bereits beantwortete. Im Kern geht es darum, ob durch den Abbau der Tankstelle und der unterirdischen Behälter Schadstoffe in Boden oder Grundwasser eingedrungen sein könnten.

Umweltamt hat überwacht

Es sei eine umwelttechnische Untersuchung durch einen Fachgutachter durchgeführt worden, informiert der Landkreis. „Die durchgeführten Untersuchungen erbrachten keine Gehalte an tankstellentypischen Schadstoffen im Bereich der Wirkungspfade Boden – Mensch beziehungsweise Boden – Grundwasser“, heißt es in der Antwort. Der Landkreis habe ein Rückbau- und Entsorgungskonzept gefordert; Mitarbeiter des Umweltamtes seien mehrmals zur Überwachung vor Ort gewesen. Insbesondere auf den Zeitpunkt des Ausbaus der unterirdischen Anlagen sei besonderes Augenmerk gelegt worden, „da kleinräumige Verunreinigung durch Vorerkundung nicht zwingend erkannt werden können“, heißt es wörtlich. Auffälligkeiten seien nicht festgestellt worden.

Insgesamt sei davon auszugehen, dass keine Schadstoffbelastung erfolgte, insbesondere von Oberflächen- und Grundwasser, schließt der Landkreis die Beantwortung von Selbitz’ Fragen.

Dieser hat nun die Möglichkeit, am Mittwoch, 18. Dezember, ab 16 Uhr die Antworten als ausreichend anzusehen oder nachzuhaken. Die Sitzung ist öffentlich, die Einwohnerfragestunde beginnt um 17 Uhr.