Die Notbetreuung in den Lübbener Kitas hatte für Unmut gesorgt. Weil die Zahl der Anspruchsberechtigten mit den Lockerungen am 27. April gestiegen war, mussten statt anfangs etwa zehn Prozent über ein Drittel der Kinder betreut werden. Bis zum 11. Mai gab es in Lübben laut Stadtverwaltung 57 Prozent anspruchsberechtigte Eltern.
Die Stadtverwaltung sah sich deshalb gezwungen, ein Wechselmodell anzubieten, bei dem Eltern ihre Kinder fünf Tage in die Einrichtung bringen können und fünf Tage zu Hause lassen müssen. Darüber informierte die zuständige Fachbereichsleiterin Petra Streiber. Stadtverordnete unter ihnen Jens Richter (CDU) hatten dies als „nicht zielführend“ und problematisch für Eltern kritisiert.

Lübben löst Wechselmodell durch werktäglichen Betrieb ab

Die Stadt hatte angekündigt, sich um Lösungen zu bemühen und dazu unter anderem Gespräche mit dem Landkreis geführt. Lösungen scheinen nun gefunden zu sein. Wie Lübben am Mittwoch mitteilt, soll das Wechselmodell in den kommenden Tagen schrittweise durch einen werktäglichen Betrieb abgelöst. In der Kita Waldhaus würden bereits alle Anspruchsberechtigten voll versorgen. In der Kita „Unter den Linden“ soll dies in der kommenden Woche der Fall sein, da die Betriebserlaubnis für die Nutzung der bestehenden neuen Horträume für die Vorschulkinder nun vorliegt. Weitere Räumlichkeiten für die Kita-Notbetreuung will die Stadt in den Dorfgemeinschaftshäusern und dem Herrenhaus Neuhaus in Steinkirchen zur Verfügung stellen. Für die Kita „Spreewald“ muss zusätzliches Personal gefunden werden, solange bleibt das Wechselmodell dort bestehen.